Berufsfeuerwehrtag 2014

18 Okt

24 Stunden im Einsatz 
– Jugendfeuerwehr Hagnau erlebt den Berufsalltag der Feuerwehr hautnah.

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Am Samstag, 18.10., machte sich unsere Hagnauer Jugendfeuerwehr, Celin, Robert, Pascal, Felix und Marius, auf den Weg nach Meersburg, um mit Ihren Meersburger Kameraden ein Wochenende im Zeichen einer Berufsfeuerwehrfrau bzw. -mann zu erleben.

Nach dem Bezug des Bettenlagers in der Feuerwache Meersburg startete der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück und dem Kennenlernen der Jugendlichen und Betreuer.
Den Jugendlichen standen fünf Einsätze bevor, die aber – wie in der Realität – erst mittels einer Alarmierung eingeleitet wurden.

Erstmalig fand parallel ein Erste-Hife-Kurs für Jugendliche statt. Dieser ist auch bei dem Erwerb von Führerscheinen anerkannt. Celin und Robert haben dieses Angebot mit Begeisterung wahrgenommen.
Für Pascal und Felix begann der Tag mit Geräte- und Knotenkunde, Sicherungstechniken und mit der Sichtung der Einsatzfahrzeuge.

Um 11.00 Uhr gab es die erste Alarmierung mit dem Alarmstichwort „Brandmeldanlage in der JuFa (ehemaliges Krankenhaus Meersburg)“.
Sofort legten alle Jugendlichen Ihre Einsatzkleidung an und verteilten sich auf die Einsatzfahrzeuge. Am Einsatzort angekommen wurde vorsorglich die Wasserversorgung von zwei Löschgruppen aufgebaut und die Erkundung nach dem ausgelösten Rauchmelder der Brandmeldeanlage eingeleitet. Es stellte sich dann heraus, dass ein Fehlalarm vorlag. Am Objekt wurde den Jugendlichen dann erklärt, wie eine Brandmeldeanlage aufgebaut ist und funktioniert.

Zurück am Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und danach die angefangen Arbeiten aufgenommen.
Eine ausgiebige Stärkung durfte Mittags dann auch nicht fehlen. Der Jugendwart der Meersburger Jugendfeuerwehr, Alexander Wurster, tauschte seinen Einsatzhelm gegen die Kochmütze und schaffte es, alle hungrigen Mäuler auf hervorragende Weise zu verköstigen. Ein herzliches Danke Schön dafür!

Am frühen Nachmittag ging die nächste Alarmierung ein – Alarmstichwort „Eingeklemmte Person in der Nähe von Stetten“. 
Diesmal rückte – zur technischen Hilfe – zusätzlich der Rüstwagen mit aus. Vor Ort erwartete die Jugendlichen eine schwierige Aufgabe. Unter mehreren Baumstämmen war eine Person, realistisch dargestellt durch eine lebensgroße Übungspuppe –  einklemmt und musste mit technischen Geräten befreit werden. Unter sachkundiger Anleitung der Gruppenführer und Einsatzleitung wurde Schritt für Schritt eine sichere Befreiung der Person von den Jugendlichen durchgeführt.

Nach Abschluss dieses Einsatzes ging der Erste-Hilfe-Kurs weiter und es gab Zeit zur freien Verfügung bis zum Abendessen.
Wer meinte, der Abend würde jetzt gemütlich ausklingen, der wurde um 19.30 Uhr vom Hausalarm eines Besseren belehrt.
Alarmstichwort „Feuer in Riedetsweiler bei Gärtnerei Nessler“
Umgehend eilten alle zu ihrer Ausrüstung und ihren Einsatzfahrzeugen. Da dieses Feuer in der Leitstelle angemeldet war, konnte mit Sondersignalen (Blaulicht und Martinhorn) ausgerückt werden. Also ging es mit fünf Fahrzeugen zum Einsatzort. Der Feuerschein – es brannte ein großer Reisighaufen – war schon aus der Ferne gut zu sehen und brachte auch so manchen aufmerksamen Nachbarn zur Einsatzstelle

Eine Herausforderung war die Wasservorsorgung über eine lange Wegstrecke mit Überwindung von einigen Höhenmetern. Am Brandobjekt mussten die angrenzenden Gewächshäuser vor dem Feuer geschützt werden. Alle Jugendlichen waren mit vollem Einsatz, Eifer und Disziplin dabei. Nach ca. zwei Stunden konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden.

Zurück am Feuerwehrhaus mussten die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden. Es folgte dann gleich die wahrscheinlich wichtigste Alarmierung: Kiebele – Eis für alle!

Mit einem gemeinsamen Filmabend konnten unsere Jugendlichen den ersten Tag ausklingen lassen und um 24 Uhr war dann die verdiente Nachtruhe.

Der Sonntag startete mit einem ausführlichen Frühstück, gefolgt vom nächsten Einsatz – Alarmstichwort „Verschüttete Person bei Baitenhausen“
Eine Person – die bewährte Einsatzpuppe – war unter Hackschnitzel verschüttet und musste schonend befreit werden. Nach Sicherung der Einsatzstelle konnte die Person vorsichtig freigeschaufelt werden.

Kaum zurück auf der Feuerwache folgte die nächste Alarmierung – 
Alarmstichwort „Unklare Rauchentwicklung am Bauhof“
Verteilt auf vier Fahrzeuge ging es in Richtung Einsatzobjekt. Dort trat Rauch aus einem Müllcontainer aus. Routiniert wurde die Wasserversorgung aufgebaut und der Löschangriff eingeleitet. Durch die schnelle und professionelle Vorgehensweise konnte schnell „Feuer aus“ gemeldet werden!

Zurück in der Feuerwache fand der Abschluss des Erste-Hilfe-Kurses statt. Mit einem gemeinsamen Aufräumen und Grillen haben alle Beteiligten die vergangenen zwei Tage noch einmal Revue passieren lassen und freuen sich auf den nächsten Berufsfeuerwehrtag 2016!

Unsere Jugendlichen waren sich einig, dass der Berufsfeuerwehrtag eine rundum gelungene Veranstaltung in einer starken Gemeinschaft gewesen ist.